Es sind jetzt gut 3 Wochen vergangen, seit die Brandenburger Piraten einen neuen Landesvorstand gewählt haben. Auch ich bin jetzt ein Mitglied dieses vollkommen neu besetzten Teams. Vom alten Landesvorstand stellte sich keiner mehr zur Kandidatur. Über die Gründe und die ganze Vorgeschichte will ich keine großen Worte verlieren. Den meisten sind die Umstände bekannt und man muss auch nicht in alten Wunden weiter bohren.
Der neue Landesvorstand setzt sich aus folgenden Leuten zusammen:
- Vorsitzender: Markus Freitag
- Stellvertretender Vorsitzender: Holger
- Schatzmeister: Eik Wassberg
- Beisitzer: Sebastian Pochert, Oliver Huth, Sebastian Claus, Sven Weller
Meiner Meinung nach ein Team, welches sehr gut harmonisiert. Sicher wird es auch mal kleinere Reibereien geben, aber diese sollten kein Problem darstellen. Insbesondere, da sich ein großer Teil des jetzigen Vorstandes bereits vor dem LPT 2010.1 sehr gut kennen und zu schätzen lernte.
Ich selber kannte vom jetzigen Vorstand nur zwei Leute kaum, bzw. gar nicht. Es gibt da noch zwei, drei andere Piraten, welche ich auch gerne im Vorstand gesehen hätte, aber leider wollten diese nicht. Und da eh „nur“ ein 7er-Vorstand gewählt wurde, hätten auch nicht alle gewählt werden können.
Was hat sich im Vergleich zum alten Landesvorstand verändert?
- Als erstes fällt auf, dass die erste Vorstandssitzung via Mumble übertragen wurde. Dieses sollte eine Selbstverständlichkeit für einen Vorstand der Piratenpartei sein. Der alte Vorstand war nicht dieser Auffassung.
- Die Erst Vorstandssitzung zeichnete sich auch durch, sagen wir mal, Ausdauer aus. Sie startete um 20 Uhr Abends und wurde am nächsten Morgen um 5:30 beendet. Wir hatten uns vorgenommen alle Anträge die uns vorlagen zu bearbeiten. Darunter fielen auch noch Anträge, welche in der Legislaturperiode des alten Vorstandes gestellt wurden. Ein neue GO wurde verabschiedet und zu meiner Freude gab es auch eine rege Interesse der Basis an diesem Abend.
- Die Vorstandssitzungen werden jetzt häufiger und regelmäßig stattfinden.
- Der Vorstand wird sich auch jetzt, wenn es zeitlich machbar ist, mehr bei Aktionen beteiligen.
- Die Gründung von Gebietsverbänden soll vorangetrieben werden.
- Mitgliederzahl und Finanzen sollen regelmäßig veröffentlicht werden.
- Der größte Teil des Vorstandes lässt sich bei den AG-Treffen blicken, vielmehr hören
Es wird sich bemüht immer am Ball zu bleiben. Dieses hatte ich sehr beim alten Vorstand vermisst. Ich finde es ist wichtig als Vorstand Interesse an den Arbeiten der jeweiligen AGs zu zeigen. Man muss nicht unbedingt aktiv in jeder AG mitmachen, aber man sollte zu mindestens den aktuellen Stand wissen und die Leute kennen lernen, die sich dort oft sehr viel Mühe geben.
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit dem neuen Vorstand einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Wichtig ist jetzt, dass wir, der neue Vorstand, sich nicht durch andere Dinge aus der Ruhe bringen lässt. Leider gibt es noch Arbeit, die nicht hätte sein müssen. So hat der alte Landesvorstand bis heute noch nicht alle Tätigkeitsberichte abgegeben und der neue Landesschatzmeister hat auch einiges jzu bewältigen. Ich hatte gehofft, dass die Übergabe durch den alten Landesvorstand an den neuen Landesvorstand anders abläuft. Es gibt bestimmt große Differenzen, aber ich hätte mir ein sachliches und nüchternes Vorgehen gewünscht. Dieses geschah leider nicht. Aber das ist nun vorbei und wir blicken nach vorne.
Aufgaben für die Zukunft:
Hier gibt es viel zu tun. Als besonders wichtig erachte ich, dass wir wieder mehr in der Öffentlichkeit präsent sind. Die Potsdamer Piraten leisten da gerade sehr gute Arbeit im Wege der Oberbürgermeisterwahl im September. Ganz wichtig ist auch, dass momentan inaktive Piraten wieder zum Leben erweckt werden. Die Mitgliederzahl hat sich leider sehr verringert und die Zahl der aktiven Piraten ging auch eher nach unten. Dieses muss geändert werden. Also heißt es Stammtische fördern und auch die Kreise besuchen. Die Piraten müssen auch im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesicht bekommen. Viele Bürger können kein Gesicht unserer Partei zuordnen. Dieses müssen wir auch ändern. Heiß also öffentliches Auftreten in den Ausschusssitzungen der Städte und Gemeinden. Zeigen dass man Pirat ist und sich aktiv an den Bürgerfragestunden beteiligen. Kommunal könnten Piraten Bloggen und dadurch Interesse wecken. Dieses ist auch ein Grundstein für kommende Wahlen. Wer wählt schon gerne eine Partei, wo die meisten anonym sind? Die Piraten müssen auch lokal eine Bezugsperson/Verbündeten haben. Wenn man alleine auf weiter Flur in seiner Gemeinde steht, fällt es um ein vielfaches schwerer aktiv was zu bewirken, oder gar seine Stimme zu erheben.
Was hab ich mir selber vorgenommen?
Tja. Kommunal werden sich einige Baustellen auftun und diese gibt es zu bearbeiten. Ich werde so gut es geht versuchen mich dabei einzubringen. Demnächst wird es auch einen Kreisparteitag in Havelland geben. Der Grund ist meine jetzige Tätigkeit in Landesvorsitz. Da ich, wie viele andere der Piraten, gegen Ämteranhäufung bin werde ich den Kreisvorsitz abgeben. Dazu muss noch ein Termin mit den restlichen Havelländer Piraten gefunden werden. Als grobe Terminplanung schwebt mir Mitte Oktober vor. Bis dahin sollten alle Mitgliedsdaten vorliegen und man kann in Ruhe vorab versuchen die noch unbekannt Piraten aus dem Havelland kennenzulernen. Im Landesvorstand bin ich selber noch auf eine gewisse Art und Weise auf der Suche nach meinem genauen Aufgabengebiet. Momentan ist es eher so, dass ich überall versuche zu mindestens dabei zu sein.
Was ich unbedingt ändern werde ist mein Verhalten zum Bloggen. Ich muss mehr schreiben.




